Wii im Überblick

Wii:
Die Hauptkomponente, um das Gaming der Next Generation genießen zu können. Komplett in weiß gehalten, ist sie ein kleiner Wunderkasten, der liegend, oder mit Hilfe des Standfußes auch stehend, betrieben werden kann. Kommen wir erst einmal zu den Äußerlichkeiten: Auf der Frontseite befinden sich die Elemente, die ihr wohl am häufigsten benutzen werdet. Allen voran wäre da natürlich der Power-Knopf, mit dem ihr die Konsole ein- bzw. ausschaltet. Ist die im Stand-By Modus, leuchtet die LED darin orange, im Betrieb grün und im völlig abgeschalteten Zustand rot. Darunter findet ihr den Reset-Knopf. Darauf folgt eine Klappe, unter der sich der SD-Karten Einschub sowie der Synchronisations-Knopf für Wiimotes befinden. Schlussendlich gibt es noch den Eject-Knopf, der die Game-Discs aus dem Laufwerk auswirft. Das Slot-In Laufwerk nimmt fast die gesamte Höhe der Wii ein. Dank der Einzugs-Technologie braucht ihr die DVD nur bis zu einem bestimmten Punkt in das Laufwerk stecken, den Rest erledigt dieses dann selbstständig. Legt ihr eine DVD ein, leuchtet das Laufwerk blau auf. Dies tut es auch, wenn ihr eine neue Nachricht auf eurer Pinnwand erhaltet. Auf der Oberseite gibt es zwei weitere Abdeckungen. Unter der ersten befinden sich die Anschlüsse für GameCube-Controller, unter der zweiten für Cube-Memory-Cards. Dies ist darauf zurückzuführen, dass die Wii auch GameCube-Spiele abspielen kann. Auf der Rückseite befinden sich neben dem Lüfter noch zwei USB-Anschlüsse (eine USB-Tastatur kann angeschlossen werden), sowie die Anschlüsse für die Sensor-Bar, den Stromstecker und der Video/Audio-Ausgang. Um sich einen ungefähren Überblick über die Größe der Konsole zu verschaffen, muss man einfach nur drei DVD-Hüllen übereinander packen.
Kommen wir nun zu den inneren Werten, denn wie auch bei Menschen sind diese das wirklich Entscheidende. Der Grafikchip wird von ATI geliefert, und trägt den Codenamen „Hollywood“. IBM ist für den Prozessor verantwortlich, genannt „Broadway“. Da ich mich jetzt nicht an Zahlen vergehen möchte, die den meisten sowieso keine wirkliche Aussage über die Leistungsfähigkeit geben können (mir eingeschlossen), will ich wenigstens das erwähnen: Der Grafikchip ist ungefähr doppelt so leistungsstark wie der des Vorgängers im GameCube, die Taktrate des Prozessors wurde um ca. ein Drittel aufgestockt. Wii-Gegner bezeichnen die Konsole aus diesem Grund auch gerne einfach als aufgemotzten GameCube, da der technische Sprung nicht derart extrem ist wie bei der Konkurrenz.
Doch Nintendo wollte mit der Wii einen eigenen Weg gehen, und sich nicht am Wettrüsten Sonys und Microsofts beteiligen. Anstatt Unsummen in neueste Grafik-Technologien zu investieren, entwickelte Nintendo lieber eine neue Art des Spielens, und bisher ist diese Strategie auch sensationell aufgegangen.

Wii-Remote:
Auch bekannt unter der Abkürzung Wiimote, ist sie das Synonym für Innovation in der Konsolenbranche. Geformt wie eine handelsübliche Fernbedienung, weist sie deutlich weniger Knöpfe auf als klassische Controller. Gehalten wird diese senkrecht in der Hand, die Hauptknöpfe A und B lassen sich bequem per Daumen bzw. Zeigefinger betätigen. Zusätzlich zu den Spiel-bezogenen Tasten finden sich ein Ein/Aus-Schalter für die Konsole sowie ein Button, um ins Wii-Hauptmenü zu gelangen, auf der Wii-Remote wieder. Wie auch die Gamepads der Konkurrenz ist sie kabellos, alle Eingaben werden per Bluetooth (kabellose Funkübertragung, wie sie heutzutage auch in Handys eingesetzt wird) an die Konsole übertragen. Sieht man sich das Layout der Buttons an, fühlt man sich bei waagerecht gehaltener Wiimote an einen NES-Controller erinnert. Zusätzlich enthält sie einen Erweiterungssteckplatz, an den zusätzliche Erweiterungen wie das Nunchuk oder der Classic Controller angeschlossen werden. Betrieben wird sie mit normalen AA-Batterien, aus Gründen der Geld-Ersparnis empfehlen wir aber den Kauf von Akkus.
Das Besondere an Nintendos neuestem Eingabegerät ist der eingebaute Bewegungssensor. Er erfasst grobe Richtungseingaben sowie Bewegungen aller Art, sei es nur ein bloßes Schütteln oder ein gezielter Rechtsschwenk. Ebenfalls neuartig ist die Pointerfunktion der Wiimote: Wie mit einer Maus steuert man einen Zeiger auf dem Bildschirm per Handbewegungen, was präzisions-mäßig mit seinem Vorbild durchaus mithalten kann, eine ruhige Hand vorausgesetzt. Auf diese Art bewegt man sich durch das Wii-interne Hauptmenü, wie auch durch den Großteil der jeweiligen Spiele-Menüs. Ermöglicht wird dies durch die in der Frontseite eingebaute Infrarot-Kamera. Mit Hilfe der Sensor-Bar wandelt sie die Informationen grafisch in den auf dem Fernseher sichtbaren Zeiger um. Perfekt wird der Controller mit dem ebenfalls eingebauten Rumble Pak, das Vibrationen in der Hand des Spielers erzeugt. So werden Treffer, Bodenwellen, Erschütterungen oder besondere Ereignisse auch physisch an den Spieler weitergegeben.
Alles zusammen genommen ergibt einen bisher völlig unbekannten Controller-Typus, der oftmals in ebenso unbekannten Arten des Spielens gipfelt. So schlägt man seine Bälle in einem Tennis-Spiel nicht mehr per simplem Knöpfchen drücken, sondern schwingt die Wiimote wie einen richtigen Tennisschläger. Schwerter werden auf die selbe Art gekreuzt, Billard spielt sich einfach realistischer. Dabei macht es keinen Unterschied, ob man nun tatsächlich ausholt oder nur locker-lässig aus dem Handgelenk spielt, der Bewegungssensor muss einfach nur wissen: Hey, ich werde bewegt! Die Zeiten, in denen man sich bequem im Sessel gelümmelt hat, sind somit vorbei.
Habt ihr besonders schnell schwitzende Hände, könnt ihr euch auf der Nintendo-Homepage Silikon-Überzüge für eure Wiimote bestellen. Die Dinger bekommt ihr sogar umsonst.

Handgelenkschlaufe:
Vor allem die vielfältigen Sportspiele verlangen eine exzessive Nutzung des Bewegungssensors in der Wiimote. So schwingt man bei Wii Sports wie ein Verrückter den Arm, obwohl es ein kleiner Schwung aus dem Handgelenk auch tun würde. Doch so macht es nun einmal deutlich mehr Spaß. Die Gefahr, den Controller doch unbewusst und aus Versehen mitten in einer Schlagbewegung loszulassen, ist nicht zu verachten. Um dem etwas entgegenzusetzen, legt Nintendo jeder Wiimote die Handgelenkschlaufe bei. Diese wird auf der Unterseite der Wii-Remote befestigt, das andere Ende kommt ums Handgelenk. Mit einem kleinen Plastikschieber wird das Band festgezogen. Damit wird die Gefahr, seinen Fernseher mit einer umhersegelnden Wiimote zu treffen, deutlich gesenkt. Mittlerweile gibt es die zweite Version der Handgelenkschlaufe. Bei der ersten riss das Verbindungsband bei einigen Spielern, wodurch sich Nintendo verpflichtet sah, Verbesserungen durchzuführen. Bei dieser zweiten Version ist das Verbindungsband nun dicker und reißfester. Ihr könnt es kostenlos bei Nintendo bestellen, den neueren produzierten Wiimotes liegt sie schon bei.

Nunchuk:
Das wohl wichtigste Zubehör zur Wiimote. Mit Hilfe des Steckers am Kabel, einfach in den Erweiterungssteckplatz der Wii-Remote stecken, wird er mit dieser verbunden. Strom erhält er von der Wiimote, es sind also keine zusätzlichen Batterien erforderlich. Wie auch die Wiimote, ist der Nunchuk der Ergonomie einer handelsüblichen Hand angepasst, und sollte somit perfekt in der Handfläche liegen. Mit dem Daumen verwendet ihr den auf der Oberseite angebrachten Analogstick, um eure Helden durch die Spielwelt zu lenken. Zusätzlich befinden sich an der Vorderseite zwei zusätzlich Knöpfe, Z und C, die ihr mit dem Zeigefinger drücken könnt. Ebenso enthält auch der Nunchuk einen Bewegungssensor, das heißt, auch dieses Zubehör erkennt, ob und wie es bewegt wird. In Verbindung mit der Wiimote habt ihr sozusagen einen voll funktionstüchtigen Controller in Händen. Mit der Ausnahme, dass ihr durch die Trennung der beiden Komponenten freier in euren Bewegungen seid.

Classic Controller:
Dank der Virtual Console ist möglich, Spieleklassiker von früher auf der Wii zu zocken. Für NES-, PC-Engine-, NEOGEO- und Mega-Drive-Spiele reicht die quer gehaltene Wiimote vollkommen aus. Wollt ihr jedoch SNES- oder N64-Spiele spielen, empfiehlt sich die Anschaffung des Classic Controllers. Das Design erinnert an den alten SNES-Controller, gepaart mit einem Playstation-Controller. Auf der linken Seite habt ihr das Steuerkreuz, dann die Select-, Home- und Start-Tasten, gefolgt von den vier Aktions-Tasten. Auf der Oberseite befinden sich vier Schultertasten, jeweils unter Select- und Start-Knopf ein Analogstick. Auf der Rückseite befinden sich zwei Klemm-Anschlüsse, der Nutzen ist jedoch unbekannt. Verbunden wird der Classic Controller, wie auch der Nunchuk, per Stecker am Kabel mit dem Erweiterungssteckplatz der Wiimote. Seinen Strom bezieht er somit aus der Wii-Remote. Übrigens: Gamecube-Spiele lassen sich mit ihm leider nicht spielen.

Sensor-Bar:
Ohne die Sensor-Bar würde eine wichtige Funktion der Wiimote nicht funktionieren: nämlich die Pointer-Funktion. Die in die Wiimote eingebaute Kamera bringt nicht viel, wenn sie nichts hat, an dem sie sich orientieren kann. Aus diesem Grund liegt jeder Konsole diese Leiste bei. Im Grunde nicht mehr als 2 Lichtpunkte, an Hand derer die Position der Wiimote in Beziehung zum Fernseher bestimmt wird. So wird nicht nur erkannt, dass man die Wiimote nach links, rechts, oben oder unten bewegt, sondern auch zum Fernseher hin bzw. weg. Die Sensor-Bar wird per Kabel an der Rückseite der Konsole mit selbiger verbunden, hingelegt werden kann sie entweder auf oder unter dem Fernseher. Übrigens: Sollte die Leiste irgendwie verlegt worden sein, tun es auch 2 handelsübliche, entzündete Teelichter.

Standfuß:
Genau wie die Konsolen der Konkurrenz kann man die Wii vertikal als auch horizontal betreiben. Um sie aufrecht ins Regal zu stellen, empfiehlt sich die Verwendung des, der Packung beigelegten, Standfußes. Die Wii steht somit leicht angeschrägt, was optisch doch mehr hermacht als eine liegende Konsole. Der Standfuß ist in edlem Grau gehalten, was sehr gut zum Weiß der Wii passt. Dank einer Aussparung an der Unterseite, kann der zweite Lüfter auch in Verbindung mit dem Zubehör seine Arbeit verrichten. Da der Standfuß leicht erhöht steht, hat die warme Luft genügend Platz, sich ihren Weg zu suchen.

Wii Points:
Das Zahlungsmittel für die Virtual Console. Ihr könnt sie ganz normal im Elektronikladen bzw. Spieleshop kaufen, oder per Kreditkarte direkt im VC-Kanal erwerben. Es gibt sie in verschiedenen Größenordnungen: Im Geschäft eures Vertrauens findet ihr die 2000 Points Karte, per Kreditkarte könnt ihr 1000, 3000 oder sogar 5000 Points auf einmal kaufen. Ihr habt ebenso die Möglichkeit, eure Sternenpunkte, die ihr durch den Kauf von Nintendo-Spielen erhaltet, gegen Wii Points einzutauschen. Der Wechselkurs ist allerdings nach Meinung vieler Spieler extrem ungünstig. So erhaltet ihr für 8000 Sternenpunkte, was bei 250 Punkten pro Spiel 32 Spielen entspricht, gerade einmal 2000 Wii Points.

Game-Disc:
Seit der ersten Konsole hat Nintendo immer eigens entwickelte Module bzw. Mini-DVDs beim Gamecube verwendet. Vor allem die Module hatten den Vorteil, dass sie sehr viel schneller waren als CDs, und dass sie sehr schlecht zu kopieren waren, da an Leer-Module und die entsprechenden Kopier-Programme schwer heranzukommen war. Leider waren sie auch teuer. Mit dem GameCube ist Nintendo zum ersten Mal von Modulen abgewichen, jedoch nicht ohne wieder ein eigenes Format zu benutzen. Diesmal waren es Mini-DVDs, die zwar schick aussahen, aber nicht so viel Daten aufnehmen konnten wie normale DVDs. In dieser Generation ist man zum ersten Mal auf handelsübliche Datenträger umgestiegen, nämlich auf die DVD. Somit werden die Kosten der Produktion der Spiele deutlich gesenkt.

Video/Audio-Kabel:
Der Wii liegt ein normales Cinch-Kabel bei, dass zwar an jeden Fernseher angeschlossen werden kann, aber qualitativ sehr zu wünschen übrig lässt. Besitzer von Röhren-Fernsehern sei daher der Kauf eines RGB-Kabels empfohlen. Dieses bietet ein deutlich besseres Bild und kräftigere Farben, da die Bildsignale der einzelnen Farben in eigenen Kanälen, und nicht gebündelt wie beim Cinch-Kabel, an den TV gesendet werden. HD-TV Besitzer kommen um den Kauf eines Komponenten-Kabels nicht herum, es ist das qualitativ beste Video-Kabel. Damit könnt ihr eure Spiele dann auch in immerhin 480p genießen.
Leider besitzt die Wii keinen eigenen Audio-Ausgang. Daher müsst ihr vor allem beim RGB-Kabel darauf achten, dass dieses zusätzliche Ausgänge hat, um dem Sound über einen externen Receiver lauschen zu können. Beim Cinch sowie dem Komponenten-Kabel werden Audio-Signale durch eigene Stecker übertragen, man muss nur darauf achten dass man diese weit genug von den Video-Signal-Steckern auseinander ziehen kann.
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